Mai

Apfelbaumgespinnstmotte

Schon seit Tagen freue ich mich über die Apfelblüte 2020. Damit verbunden erwarten wir Gärtner die ersten Aktivitäten der Raupen der Gespinnstmotte. Ob Obstbaum oder als Wirtpflanze von Rot- und Weißdorn, in Zeiten des Klimawandels hat ihre Präsenz zugenommen. Als Gartenfreunde wissen wir uns schon im Vorfeld der Ausbreitung zu helfen. Schon beim Pflegeschnitt im Winter untersuchen wir die Triebe auf Eigelege und entfernen mit ihnen die darunter liegenden jungen Raupen. Im Sommer können stark betroffene Astpartien mit der Schere ausgeschnitten werden. Dabei allerdings unbedingt Arbeitshandschuhe tragen, da ansonsten Verbrennungen auf der eigenen Haut hervorgerufen werden. Solange die jungen Raupen im zeitigen Frühjahr, nicht durch ihre eigenen Gespinnste geschützt sind, kann durch die Anwendung von Bacillus thuringiensis Präparaten (Spritzung) gegen sie vorgegangen werden.
Sollten die vorgenannten präventiven Maßnahmen versäumt worden sein, gibt es eine weitere Lösung. Ist der Baum eingesponnen, hilft unser Gartenschlauch und Wasser „Marsch“. Mit dem entsprechenden Wasserdruck lassen sich auch stark betroffene Gehölze von der Motte befreien. Da wir in Zeiten von Covid 19, sowie so immer wieder zur Maske greifen müssen, rate ich bei stark betroffenen Pflanzen, beim Entfernen der Gesinnte, zum Tragen einer Maske. Ist der Apfelbaum befreit von der Gespinnstmotte, sollte er regelmäßig bewässert werden.
Hartmut Clemen – Leiter Lehr- und Erlebnisgarten FlorAtrium –